*~Die Angst Loslassen~*

 

Über dem ängstlichen  Gedanken, was etwa morgen uns zustoßen könnte,
verlieren wir das Heute, die Gegenwart
und damit die Wirklichkeit.

(Hermann Hesse)



Irgendwann kommt eine Zeit in der man plötzlich auch mal wieder vergisst, das man mal Panik hatte. Mmh, könnte man jetzt denken, das ist doch genau das was man will, nämlich ohne Angst und Panik zu leben!

Leider ist das gar nicht so einfach, zumindest für mich nicht. Es ist schwierig zu akzeptieren, das die Sache, die einen Monate oder auch Jahre, tagtäglich begleitet hat plötzlich weg sein soll??? Man traut sich da selbst nicht mehr daran zu glauben, in der Angst es könnte wiederkommen.

Angst als vertrautes Gefühl

Das hat mir wieder Angst gemacht und ich glaube, das es fast allen Betoffenen so geht. Es ist eben die Angst vor der Angst. Die Angst plötzlich ohne dieses vertaute Gefühl zu leben. Denn irgendwo hat einem die Angst ja auch eine gewisse Sicherheit geben. Wenn man sehr unsicher an eine Sache herangeht, dann wird man auch hinterher von einer Panikattacke nicht überrumpelt.

Ich hatte die verrücktesten Gedanken, so nach dem Motto: "Gerade geht es dir blendend, aber du kannst doch jetzt nicht guter Dinge in die Bahn steigen, als ob nie etwas gewesen ist." Dieses Gefühl kennen wahrscheinlich viele der Betroffenen.

Loslassen von dem vertrauten Gefühl

Das Loslassen von diesen unermütlichen Gedanken ist wirklich nicht einfach. Man kann es nur in kleinen Schritten erreichen. Das fiel mir immer sehr schwer, da ich ein sehr ungeduldigier Mensch bin, aber ich habe verucht mich in Geduld zu üben (siehe z.B. Methoden /Entspannung/Hobbies).

Immer wieder habe ich mir eingeredet, denke nicht an das was gleich ist, versuche im Hier und Jetzt zu leben.

Erkennen, dass das Leben nicht nur Sonnenschein sein kann!

Zum Loslassen gehört auch, das man akzeptiert oder man könnte auch sagen, das man wieder erkennt, dass das Leben nicht nur Sonnenschein sein kann, sondern auch aus Regenzeiten besteht!

  

Das war ein Punkt, den ich auch wieder lernen musste. Es kann einfach nicht immer alles glatt laufen! Wir dürfen auch mal schlechte Tage haben, dürfen uns dann nur nicht in den Gedanken verstricken, das wir jetzt in ein tiefes, tiefes Tal wandern aus das wir nicht mehr herauskommen!



Lernen die angstauslösende Gedanken nicht überzubewerten

Nach einem lange und harten Kampf mit meinen Gedanken, habe ich es geschafft wieder so gut wie "Panikfrei" zu leben. Natürlich habe ich immernoch angstmachende Gedanken, aber ich habe gelernt mit ihnen umzugehen. D.h. ich mache mich selbst nicht mehr so fertig, dass der ganze Tag dahin ist. Ich nehme diese Gedanke war, aber ich bewerte sie nicht mehr, wie ich es einst getan habe. Ich versuche sie vorbeiziehen zu lassen, sage, "gut" da seid ihr mal wieder, aber so wie ihr gekommen seid, so verschwindet ihr auch wieder!!! Das gelingt mir sehr gut, wenn ich mich ablenke, durch z.B. Telefonieren, malen oder auch putzen :-)

So nach und nach ist es mir gelungen die angstmachenden Gedanken, durch positive Gedanken zu ersetzen und ungute Gefühle nicht mehr überzubewerten. Der Abstand zwischen den einzelnen Pa´s hat sich mit der Zeit vergrössert und seit Oktober 2001 bin ich Panikfrei :-)

 

© Sunny S. 2002








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